Ich habe Diabetes – wo bekomme ich Hilfe?

Die Diagnose Diabetes ist für viele Betroffene zunächst ein Schock. Wie geht es jetzt weiter? Welche Konsequenzen hat die Krankheit für meine Familie und meinen Beruf? Inwieweit muss ich meinen Lebensstil verändern? Welche Medikamente muss ich künftig nehmen und werde ich nun Insulin spritzen müssen? Diese und andere Fragen beantwortet Ihnen am Besten ein geschulter Arzt. Lesen Sie sich den folgenden Artikel in Ruhe durch und Sie werden sehen, dass die Diagnose Diabetes heutzutage keine Katastrophe mehr ist.

Wenn du Diabetes hast oder vermutest, dass du betroffen sein könntest, gibt es verschiedene Anlaufstellen, die dir helfen können:

1. Hausarzt oder Diabetologe

Dein Hausarzt ist die erste Anlaufstelle für eine Diagnose und erste Behandlungsschritte. Falls nötig, kann er dich an einen Diabetologen überweisen – das sind Fachärzte, die sich auf Diabetes spezialisiert haben.

Diabetes-Schwerpunktpraxen bieten umfassende Betreuung und Schulungen.
➡ Eine Liste von Diabetologen findest du z. B. über die Kassenärztliche Vereinigung oder die Website der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

Diabetes-Schwerpunktpraxen sind Arztpraxen, die sich auf die Behandlung und Betreuung von Menschen mit Diabetes spezialisiert haben. Sie bieten eine umfassende Versorgung für Patienten mit Diabetes Typ 1, Typ 2 und anderen Sonderformen der Erkrankung.

Was zeichnet eine Diabetes-Schwerpunktpraxis aus?

Spezialisierte Ärzte (Diabetologen) – Fachärzte mit besonderer Qualifikation in der Diabetesbehandlung
Individuelle Therapiepläne – Anpassung der Medikation und Lebensstilberatung
Schulungen & Beratung – Unterstützung beim Umgang mit Blutzuckermessung, Ernährung und Insulintherapie
Interdisziplinäre Zusammenarbeit – Kooperation mit Ernährungsberatern, Podologen (Fußpflege) und anderen Fachkräften
Moderne Diagnose- & Behandlungsmethoden – Kontinuierliche Glukosemessung (CGM), Insulinpumpentherapie und neue Medikamente

Diese Praxen helfen Betroffenen, ihren Diabetes bestmöglich zu managen und mögliche Folgeerkrankungen frühzeitig zu erkennen oder zu vermeiden.

2. Selbsthilfegruppen

Der Austausch mit anderen Betroffenen kann sehr hilfreich sein. Selbsthilfegruppen bieten Unterstützung, praktische Tipps und Motivation.

➡ In Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern gibt es eine Selbsthilfegruppe, die sich regelmäßig treffen.
Hier findest du alle zur Zeit Aktiven Selbsthilfegruppen von uns:
http://neu.diabeteshilfe-nord.de/aktivitaeten__trashed/veranstaltungen/

3. Diabetes-Beratungsstellen

Viele Kliniken und Gesundheitszentren haben Diabetes-Berater oder Ernährungsberater, die dir helfen, deine Krankheit besser zu verstehen und zu managen.

➡ Informiere dich bei deiner Krankenkasse, welche Beratungsangebote für dich infrage kommen.
➡ Auch Apotheken bieten oft Diabetes-Beratung an.

4. Online-Hilfe & Fachorganisationen

Es gibt viele verlässliche Internetseiten mit Infos zu Diabetes, z. B.:

🌍 Deutsche Diabetes-Hilfe (diabetesde.org)
🌍 Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) (ddg.info)
🌍 diabinfo (diabinfo - Das Diabetesinformationsportal)

5. Notfälle & Akute Beschwerden

Wenn du plötzlich sehr hohe oder sehr niedrige Blutzuckerwerte hast und dich schlecht fühlst:

🚑 Im Notfall immer 112 anrufen!
🏥 Die Notaufnahme eines Krankenhauses kann dir helfen, wenn deine Werte außer Kontrolle geraten.